Vorbildgetreues Warbird-Feeling
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Die Focke Wulf 190 wartet startklar auf ihren Erstflug.
Bereit zum Erstflug |
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Am Flugplatz angekommen wurde die Tragfläche an das 1.150 g leichte Modell montiert und alle Einstellungen nochmals überprüft. Wer Platz hat, kann selbstverständlich die Fläche auch am Rumpf belassen, da das Modell selbst in einem Kleinwagen noch bequem Platz findet und dank des oberen Akkuschachts die Flügel nicht jedes Mal demontiert werden müssen, wenn ein neuer „Energieriegel“ ins Modell soll.
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Der Akkuschacht bietet viel Platz, sodass ein problemloser Austausch jederzeit möglich ist.
Jede Menge Platz |
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Beim Anstecken des Akkus sollte immer darauf geachtet werden, dass ein elektrisches Einziehfahrwerk auch schnell einmal von selbst einfährt, da alle Servoausgänge des Empfängers beim Anstecken des LiPos vom Regler aus kontrolliert werden. Besser ist es, das Modell bspw. auf der eigenen Startbox aufzubocken. So können alle Funktionen vor dem Start nochmals gecheckt werden, ohne dass die Servos mechanisch „anlaufen“.
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Dank der großen Räder lässt sich die Focke Wulf 190 sowohl von Glatt- als auch von Rasenpisten problemlos starten.
Kurz anrollen und gefühlvoll Gas geben |
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Nach den ersten Rollversuchen auf unserer Glattbahn geben wir Gas und halten das Modell mit dem Seitenruder gegen den Wind gerade. Eine Ausbruchtendenz scheint der Focke Wulf 190 fremd zu sein. Anschließend folgen die ersten Kurven, um sich an das Modell langsam gewöhnen zu können.
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In der Luft ist das Modell vom Original kaum noch zu unterscheiden.
Mehr als ausreichend Kraft an Bord |
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Die Querruderwirkung folgt prompt und sollte nur mäßig dosiert eingesetzt werden, um ein vorbildgetreues Flugbild zu erreichen. Wir fahren das Fahrwerk ein und trimmen das Modell neu aus. Sofort gewinnt die Focke Wulf 190 kräftig an Fahrt. Der eingebaute Brushless-Motor ist mehr als ausreichend dimensioniert und mit der montierten Dreiblatt-Luftschraube gut abgestimmt. Wieder eine kleine Überraschung für uns am Rande.
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Tiefe Platzüberflüge gehören zur Paradedisziplin der Focke Wulf 190.
Tiefer Überflug |
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Als Nächstes probieren wir die Langsamflugeigenschaften aus: Wir sind sehr überrascht, wie sich die Focke Wulf 190 auch in dieser Disziplin schlägt. Ohne Abkipptendenz kann das Modell tief über den Platz geflogen werden - trotz des kurz auftretenden Seitenwinds auf unserem Flugplatz.
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Nach dem Start verhält sich das Modell sehr gutmütig - selbst bei Crosswind.
Auf zum nächsten Start |
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Steile Flugpassagen machen wahnsinnig viel Spaß - egal ob auf- oder abwärts. Für einen Tiefdecker hätten wir dem Modell soviel Potenzial gar nicht zugetraut. Selbst einfache Kunstflugfiguren wie Rollen oder Loopings sehen absolut spektakulär aus. Dank der vorbildgetreuen Lackierung ist die Focke Wulf 190 vom Original kaum noch zu unterscheiden.
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Beim Landeanflug sackt das Modell leicht durch, sodass recht schnell die Fahrt abgebaut werden kann.
Ohne viel Fahrt hereinschweben |
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Nach fünf Minuten Action fahren wir das Einziehfahrwerk heraus und probieren gleich einmal die Spreizklappen aus. Wie von selbst balanciert sich die Focke Wulf 190 aus. Kurven möchte sie in diesem Zustand aber nur noch gezwungen fliegen. Am besten also das Fahrwerk erst kurz vorm Aufsetzen im Endanflug der Landeeinteilung herausfahren, damit bei kräftigerem Wind das Modell noch agil genug reagiert. Ein wenig Tiefenrudereinsatz ist dennoch erforderlich, wenn die Klappen 45 Grad stehen sollen. Es lässt sich aber auch ohne Klappeneinsatz problemlos landen.
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Nach fünf Minuten Flugzeit kommt das Modell auch schon zur Landung herein.
Fast schon wie das Original |
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Dagegen bleibt das Modell sauber in der Spur und kann mit wenig Höhenrudereinsatz und geringer Fahrt auf unserer Wiese abgefangen werden. Einfach Gas weg und sich auf das Höhenruder konzentrieren. Dies bekommt sogar ein Anfänger hin, da das Modell trainertypisch reagiert, solange man mit geringen Ausschlägen sowie Expo-Anteilen arbeitet und das Modell gefühlvoll aushungern lässt.
Anmerkung: Leider war bereits nach unserem Erstflug der Regler defekt, sodass dieser ausgebaut werden musste. Nach dem Austausch stand dem unkomplizierten Warbird-Feeling jedenfalls nichts mehr im Wege.
FAZIT
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Janny ist von der Focke Wulf 190 mehr als begeistert.
Glückliche Pilotin |
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Die Focke Wulf 190 der Firma Hype ist ein formschönes HypoDur-Modell und überrascht in jederlei Hinsicht. Schon bei der unkomplizierten Montage des Modells erfreut man sich an schicken Details sowie wertvollen Gimmicks. Daneben sind die Flugeigenschaften dem großen Vorbild exakt nachempfunden, da die Leistung des Antriebs vom Hersteller aus mehr als ausreichend dimensioniert wurde.
Sogar einfacher Kunstflug ist mit diesem Modell selbst bei kräftigerem Wind problemlos möglich. Einziger Knackpunkt war bei uns der Regler, welcher schon nach dem Erstflug seinen „Geist“ aufgab. Ansonsten erhält der Kunde für wenig Geld ein sauber fliegendes Modell, welches vor allem mit einem gut funktionierenden Einziehfahrwerk punktet. In dieser Preisklasse ist das Modell recht transportfreundlich gebaut sowie mehr als empfehlenswert, da es sogar fortgeschrittenen Einsteigern problemlos „in die Hand“ gedrückt werden kann. Warbird-Freunde werden es kaum abwarten können, die Focke Wulf 190 von Hype ihr Eigen nennen zu dürfen.
Text: Marco Imm
Bilder: Jeannette Goerlitz
Technische Daten:
Hersteller: Hype
Bauweise: ARF-HypoDur-Schaum-Bauweise
Spannweite: 1.135 mm
Rumpflänge: 998 mm
Abfluggewicht: 1.150 g
Maßstab: 1:9 SCALE
Motorisierung: Brushless-Motor (integriert)
Servos: Standard-Servos mit Metallgetriebe (integriert)
Stromversorgung: LiPo-Antriebsakku „RED POWER 1800 - 11,1V“ - BEC
Empfänger: Spektrum „AR8000 DSMX“
Bauzeit: 4 Stunden
Bau-Level: Für Einsteiger
Flug-Level: Für Einsteiger / Fortgeschrittene
Listenpreis Modell: 169,99 EUR
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