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  Test   Typhoon Q 500 von Yuneek 
Multikopter, First Person View, Actioncam und Gimbal. Begriffe, mit denen noch vor ein paar Jahren niemand etwas anfangen konnte, sind plötzlich jedermann bekannt. Modellflug, Smartphones, Tablets und der Computer wachsen zusammen. Daraus entsteht ein neues Hobby, das mit dem klassischen Modellbau nicht mehr viel zu tun hat. Denn zu bauen gibt’s bei den RTR-Modellen ohnehin (fast) nichts. Und beim Fliegen wird man von GPS, dem integrierten Höhenmesser, elektronischen Kompass und dem Autopiloten weitgehend unterstützt. Schöne neue Welt? Wir haben uns den Typhoon Q 500+ von Yuneek genauer angeschaut. Und waren beeindruckt von den Möglichkeiten. Aber schön der Reihe nach.

Lieferumfang


Man kann es hier eigentlich kurz machen: All inclusive. Denn im schicken Alukoffer ist, gut geschützt in ein genau passendes Styroporbett, alles was man zum sofortigen Start benötigt. Und sogar noch etwas mehr. Denn außer dem Typhoon Q 500+ mit Voll-HD- CGO2+ Gimbal-Kamera (beim Typhoon Q 500 4K ist es die CGO3) finden sich ein kompletter Satz Ersatz-Rotorblätter, der 10-Kanal-Sender mit Trageriemen und Lichtschacht für das Display, die Ladegeräte für Sender und Modell im Koffer. Außerdem zwei LiPo-Akkus, ein Werkzeug zum Anschrauben der Rotorblätter, ein CGO Steadygrip™, diverse Kleinteile, die Anleitungen und sogar eine Micro-SD-Speicherkarte. Es ist definitiv kein weiteres Zubehör notwendig!

Empfohlenes Zubehör


Sinnvoll ist es auf jeden Fall, ein einigermaßen aktuelles Smartphone oder Tablet mit iOS oder Android zur Hand zu haben. Nicht nur als Display für den CGO Steadygrip™, sondern auch um diverse Parameter an Modell und Kamera einzustellen. Außerdem hat damit eine zweite Person die Möglichkeit, die Kamera vom Boden aus zu steuern und auszulösen. Der Pilot muss sich dann nur noch um den Copter kümmern. Ein nicht zu unterschätzendes Plus an Sicherheit! Die App dazu ist gratis und ein entsprechendes Smartphone sollte mittlerweile eh jeder haben.
Dass der Besitzer eines Multikopters dieser Kategorie über einen Computer mit Internetanschluss und die nötige Bild- und Videobearbeitungssoftware verfügt und damit umgehen kann, setze ich ebenfalls voraus. Denn zum einen müssen immer wieder Firmwareupdates für das Modell, die Fernsteuerung und die Kamera aus dem Netz gezogen und auf die Komponenten übertragen und installiert werden. Zum anderen will man die medialen Ergebnisse der Flüge ja auch nutzen.
Ein ganz besonderes Zubehör ist der Typhoon Wizard. Der kleine „Zauberstab“ kann nicht nur den Typhoon Q 500+ quasi aus dem Handgelenk komplett steuern, sondern ermöglicht auch die Sonderfunktionen „Follow Me“, “Watch Me” und „Point-To-Fly“. Nutzt man ein Tablet für die Kamerasteuerung, kann man dann sogar komplett auf den Sender verzichten. Interessant ist der Wizard aber wahrscheinlich in erster Linie für Sportfreunde, die ihre Abfahrt mit dem Snowboard, den wilden Ritt mit dem Surfbrett oder ähnliche Aktionen aus der Vogelperspektive filmen wollen. Eine praktische Tasche, in der der Wizard vor Spritzwasser gut geschützt untergebracht werden kann, wird mitgeliefert.

Vor dem Flug


Diesen Abschnitt habe ich bewusst nicht mit „Bau“ überschrieben. Denn, wie zu erwarten – zum Bauen gibt es hier nichts. Dafür fallen einige der Vorbereitungsarbeiten vor fast jedem Start an. Dazu gehört unter anderem, dass man sich auf der Webseite von Yuneek über die aktuellen Firmware-Updates auf dem Laufenden hält und regelmäßig aktualisiert. Dies ist auch vor dem Erstflug notwendig. Ebenso, dass alle Akkus frisch geladen werden. Auf dem Startplatz müssen dann nur noch die vier Rotorblätter angeschraubt werden, die zum Transport getrennt vom Copter im Styroporbett aufbewahrt werden.

In der Luft


Über einen kleinen Schalter am Sender wird einer der drei Betriebsmodi eingestellt: „Angle“, „Smart“ und „Home“. Bei „Angle“ fliegt der Typhoon Q 500 exakt so, wie der Pilot ihn steuert. Ein Flugverhalten, das dem eigentlichen Modellflug noch am nächsten kommt. Wobei die Empfindlichkeit der kleinen elektronischen Helferlein, die z.B. Windeinflüsse ausgleichen, in der Software eingestellt werden kann. Wer möchte, kann sogar den GPS-Empfang komplett deaktivieren. Der Typhoon benimmt sich dann fast wie sein Namensgeber, ist extrem agil und sehr schnell zu fliegen. Wenn der Pilot es drauf hat. Exakt das Gegenteil davon ist die Einstellung „Smart“. Denn hier ist der Autopilot aktiv. Er fliegt dann, mehr oder weniger von alleine, dorthin wo man ihn hinsteuert. Da er im Automatikmodus, um Unfälle zu vermeiden, immer einen Sicherheitsabstand zum Sender einhält, muss man immer im manuellen Modus „Angle“ starten. Ab einer Flughöhe von ungefähr drei Metern über Grund kann man dann auf „Smart“ umschalten. Dennoch rate ich dringend dazu, sich schnellstmöglich mit der manuellen Fliegerei im „Angle“-Modus vertraut zu machen. Man ist dann auch in überraschenden Situationen in der Lage, das Modell sicher zu steuern und zu landen. Im Normalfall erledigt der Typhoon das aber in Schalterstellung „Home“ auch ganz alleine. Und zwar fast auf den Zentimeter genau dort, wo er gestartet ist. Da die aktuelle Softwareversion sogar den Bodeneffekt eliminiert, sogar sehr sanft.


Mit einer Ladung sind Flugzeiten um die 25 Minuten möglich, da der Ersatzakku mitgeliefert wird, kann man im Idealfall fast eine Stunde reine Flugzeit erreichen. Das sollte für die meisten Luftfoto- und Videojobs locker ausreichen.
Bei einigen Multikoptern kann man das Ladegestell hochfahren, damit sich die Kamera um 360° drehen und Rundum-Panoramen filmen kann. Beim Typhoon Q 500 sind sie starr. Was den Vorteil hat, dass sie bei geringerem Gewicht stabiler sind. Rundumpanoramen sind dennoch möglich: Das Modell dreht sich einfach selbst um die eigene Achse. Und das, dank der ausgeklügelten Elektronik und des hervorragenden Brushless-Gimbals so exakt, dass man sich auf dem Video über einen butterweichen Schwenk freuen kann.
Womit wir schon beim letzten Thema sind: Der Bildqualität der Kamera. Da es sich um ein Komplett-Set handelt, muss die natürlich auch entsprechend betrachtet werden. Was mir sehr positiv aufgefallen ist: Trotz starkem Weitwinkel hält sich die Verzeichnung in Grenzen. Wo z.B. bei der GoPro der Horizont die Weltkugel imitiert, ist er bei den beiden Typhoon-Kameras nahezu gerade. Die Auflösung des Sensors bei der HD-Kamera beträgt im Foto-Modus 4.608 x 3.456 Pixel, das entspricht ca. 16 Megapixel. Das kann das kleine Objektiv natürlich nicht adäquat umsetzen. Doch für qualitativ gute Ausdrucke bis DIN-A-4 reicht die Bildqualität allemal. Dafür reichen auch die 12,4 Megapixel der 4K-Version, die trotz geringerer Auflösung im Fotomodus die etwas besseren Bilder liefert.

Sicherheit und Recht


Nie war es einfacher, ein Flugmodell zu steuern. Und dabei auch noch den Logenplatz im Himmel zu besetzen. Fotos und Videos aus der Vogelperspektive sind, zumindest technisch, für den interessierten Modellflieger kein Problem mehr. Das bedingt auch eine besondere Verantwortung. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Trotz mehr oder weniger automatischer Flugsteuerung ist es unerlässlich, dass der Pilot sein Modell im manuellen Modus, auch bei Ausfall des GPS-Signals, absolut sicher beherrschen können muss. Wer nicht grade im eigenen Garten fliegt, muss auf jeden Fall den Grundstücksbesitzer des Startplatzes um Erlaubnis bitten. Bei öffentlichen Orten ist das die kommunale Verwaltung. In Deutschland ist zudem der automatisierte oder programmierte Modellflug genehmigungspflichtig. Beispielsweise in der „Follow Me“-Funktion muss der Pilot jederzeit in die Steuerung eingreifen und das Modell manuell landen können. Wer nicht Mitglied in deinem Modellflugverein ist, muss sich zudem um eine Haftpflichtversicherung kümmern. Von Modellen verursachte Schäden sind in der PHV meist nicht gedeckt.



Fazit


Mit dem Typhoon Q 500 in seinen verschiedenen Varianten hat Yuneek einen richtig guten Quadrocopter im Programm, der von Anfang an viel Freude macht. Alle Teile des Systems sind perfekt aufeinander abgestimmt. Da die Funktionen über Firmware-Updates immer auf dem Laufenden gehalten werden, ist er auch sehr zukunftssicher.
Im „Smart“-Modus kann man das Fliegen Schritt für Schritt erlernen, bis man im manuellen Betriebszustand die volle Kontrolle übernimmt. Denn dann fängt der Flugspaß erst richtig an.

Robert Hill

Technische Daten

Länge: 420 mm
Breite: 210 mm
Diagonale Motor zu Motor: 510 mm
Propeller-Durchmesser: 330 mm
Gewicht ohne Akku und Zuladung: 1.130 g
Maximales Abfluggewicht mit CGO2+: 1.700 g

Maximale Flughöhe (voreingestellt, einstellbar über das Q500 GUI): 122 m über Boden
Maximale Rotationsgeschwindigkeit: 65°/s
Maximaler Neigungswinkel: 35°
Maximale Steigrate: 3 m/s
Maximale Sinkrate: 2 m/s

Mitgeliefertes Zubehör:
10-Kanal-Fernsteuerung 2.4GHz mit 5.8GHz Video Downlink, 5.400 mAh 3s / 11.1V LiPo-Akku (2 x enthalten), intelligentes Balancer-Ladegerät 3S 11.1V LiPo DC, Alukoffer, Gimbal-Haltegriff
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